„Ich habe ja schon viele Pokale gewonnen, aber so einen auch noch nicht“, so Blau-Weiß-Mintards sportlicher Leiter Marco Guglielmi. Der Mülheimer Landeligist war nach 87 Tagen und 8 gespielten Runden der Sieger dieses bundesweit erstmalig ausgespielten Turniers, das am 10. April mit 256 Teams startete.

„Die Idee von soccerwatch zu Beginn der Coronakrise war ja gut und richtig – Fußball und sportlicher Wettbewerb, obwohl der Ball ruhen musste“, ergänzt Roland Henrichs, Guglielmis Kollege in der sportlichen Leitung. „Am Anfang haben wir das – glaube ich – alle nur so nebenbei gemacht. Aber von Runde zu Runde wuchs dann doch der Ehrgeiz, das Turnier gewinnen zu wollen. Und jetzt haben wir den Pott Dank einer unglaublichen Unterstützung der gesamten Region tatsächlich in den Pott geholt.“

Sehr schöner Nebeneffekt ist der Beginn einer tollen Freundschaft zum TSV Nieukerk. Dessen Vorsitzender war mit einer kleinen „Abordnung“ bei der Siegerehrung am Samstag in Mintard. „Wir hätten nie gedacht, dass die Blau-Weißen uns im Viertelfinale schlagen können, so viele Punkte wie wir in den Runden vorher holen konnten. Aber dann haben Marco und seine Leute mal kurz auf’s Gas gedrückt und uns überholt. Da waren wir baff.“

Blau-Weiß Mintard feierte den Erfolg so ausgiebig wie es die Coronakrise hergibt und verspricht, eine Party mit allen Unterstützern auszurichten, sobald die Situation das wieder erlaubt.